Arnbacher
Gespräche Übersicht
Arnbacher
Gespräche 2005
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Arnbacher
Gespräche 2005
Pressegespräch
am Freitag, 14. Januar 2005 im Haus Petersberg
mit den Mitgliedern des Kreisvorstandes der KLB Käthe Kreitmair, Lieselotte
Werner, Werner Götz
und Winfried Riedel vom Arbeitskreis Junge Erwachsene (Drift)
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| Süddeutschen Zeitung | Münchner Merkur | Aichacher Zeitung | Presserklärung der KLB |
Nicht
nur für Kirchgänger
Arnbacher Gespräche nach 20 Jahren bei Referenten so beliebt wie beim dis kussionsfreudigen
Publikum
Petersberg - Kein Wunder ist es, dass es die Ambacher Gespräche nach fast 20 Jahren immer noch gibt. Gegründet 1986 von dem inzwischen verstorbenen Geistlichen Beirat der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) Dachau, Pfarrer Alois Zenner (1923-1997), wurden sie zu einem Markenzeichen der kirchlichen Arbeit im Landkreis Dachau.
Ihre Attraktivität hängt von den immer aktuellen Themen und kompetenten Referenten ab, aber auch von den Besuchern, die es schätzen, sich bei den im Geist der Offenheit geführten Gesprächen einzubringen. Schließlich handelt es sich um ein Angebot auch für Menschen, die von Kirche und Religion nicht ganz überzeugt sind. Nicht zuletzt mögen die Besucher die vertraute Atmosphäre im denkmalgeschützten Arnbacher Pfarrhof. Deshalb verzichtet man gerne auf einen größeren Raum, der eigentlich wegen der Besucherzahlen geboten wäre.
Die Arnbacher Gespräche sind ein Aushängeschild im Programm der KLB im Landkreis Dachau geworden. Keine Frage, dass der im Vorjahr neu gewählte Vorstand das Erfolgsprojekt fortsetzen will. Das versicherten bei einem Pressegespräch am Petersberg die beiden Kreisvorsitzenden Käthe Kreitmair und Werner Götz sowie ihre Stellvertreterin Lieselotte Werner.
Um "Geld - Gott - Gerechtigkeit- geht es bei den heurigen 20. Arnbacher Gesprächen. Das Thema, das an drei Abenden (Beginn jeweils um 19.30 Uhr) aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wird, hält das Vorstandsteam für aktuell. Es bleibt beim bewährten Verfahren, nach einem etwa halbstündigen Referat mehr als eine Stunde Zeit für ein vertiefendes Gespräch zwischen Teilnehmern und Referenten zu geben.
Für den ersten
Abend am Dienstag, 25. Januar, wurde ein Experte für Fragen aus dem Arbeitsleben
gewonnen: der Sozialwissenschaftler Professor Wolfgang Bonß von der Universität
der Bundeswehr München Er referiert über das Thema "Arbeit ist Lebensqualität
- Die Zukunft der Arbeit".
Interessant verspricht auch der zweite Abend, Donnerstag, 17. Februar, zu werden,
wenn sich der Globalsierungsberater Christopher Stehr mit der Problemstellung
"Grenzenloser Markt -'wer zahlt die Zeche?" auseinander setzt.
Mit" Gott und Geld - Glaube im Alltag des Wirtschaftens" folgt am Donnerstag,
3. März, der theologische Teil des Rahmenthemas. Referent ist Markus Vogt von
der Philosophisch-theologischen Hochschule Benediktbeuern.
Das KLB-Jahresprogramm
umfasst außerdem Bildungs- maßnahmen, Gottesdienste, Ausflüge und Aktionen mit
ge- schichtlichen, kulturellen, ge- sellschaftlichen und geselligen Zielen.
Adolf Mair, Dachauer SZ vom 17.1.2005
I.
Heuer veranstalten wir die 20. Arnbacher Gespräche. Gegründet wurden die Arnbacher Gespräche 1986 von dem inzwischen verstorbenen Geistlichen Beirat der KLB Dachau, Pfarrer Alois Zenner (1923 - 1997). So wurden die Arnbacher Gespräche schon nach kurzer Zeit von einem KLB-Gesprächskreis zu einer offenen Runde für alle im Landkreis, die sich über die Strömungen unserer Zeit aus Sorge um den Menschen Gedanken machen. Ihre Attraktivität hängt von den Themen und Referenten ab, aber auch von den Besuchern; handelt es sich doch um Gespräche! Sie werden von der Presse regelmäßig begleitet und finden damit einen weiten Nachhall im ganzen Landkreis Dachau.
Geld, Gott, Gerechtigkeit, diese drei Begriffe geben den Rahmen der heurigen 20. Arnbacher Gespräche, zu denen die Katholische Landvolkbewegung (KLB) im Landkreis Dachau herzlich einlädt.
Arnbacher
Gespräche 2005
Geld - Gott - Gerechtigkeit
Arbeit
ist Lebensqualität - Die Zukunft der Arbeit
Prof. Dr.
Wolfgang Bonß, Universität der Bundeswehr München
Dienstag, 25. Januar 2005, 19.30 Uhr, Pfarrhof Arnbach
Junge
Menschen erfahren es besonders deutlich, dass es in den letzen Jahren immer
schwieriger wird, eine feste und dauerhafte Arbeit zu finden. Und ältere Menschen
werden früh aus dem Arbeitsleben hinausgedrängt und sehen sich am Ende ihrer
Chancen angekommen. Die zunehmend schärferen Arbeitsbedingungen umschreibt man
beschönigend mit Flexibilisierung der Berufswelt.
Die Ideen
von Wirtschaft und Politik, wie Arbeit gestaltet werden kann, sind beschränkt.
Dabei verwirklicht sich der Mensch erst in der Arbeit. Sie sichert seine Existenz
und Würde. Der Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Bonß von der Universität
der Bundeswehr in München hat dazu das Thema übernommen "Arbeit ist Lebensqualität
- Zur Zukunft der Arbeit:"
Grenzenloser
Markt - wer zahlt die Zeche?
Dr. Christopher Stehr, Globalisierungsberater Fa. Polymundo, Habilitand Universität
Ulm
Donnerstag, 17. Februar 2005, 19.30 Uhr, Pfarrhof Arnbach
Kein Tag vergeht ohne dass in den Medien nicht der Begriff Globalisierung erscheint. Meist verbinden die Menschen damit negative Gefühle und Angst. Unbestritten werden die seit den 80er Jahren verstärkt aufgetretenen Globalisierungsprozesse von großen Herausforderungen für die Gesellschaft begleitet. Die Menschen sind betroffenen von den sich bietenden Chancen und den möglichen Risiken. In seinem Vortrag beschreibt Christopher Stehr die Globalisierungsprozesse mit ihren Wirkungen für die Gesellschaften und für den Einzelnen. Im Gespräch mit den Teilnehmern soll aufgezeigt werden, ob und wie Globalisierung gestaltbar ist.
Gott
und Geld - Glaube im Alltag des Wirtschaftens
Prof. Dr. Markus Vogt, Philosophisch-theologische Hochschule Benediktbeuern
Donnerstag, 3. März 2005, 19.30 Uhr, Pfarrhof Arnbach
Gibt es eine Einheit von Markt und Moral? Können wir Gott und dem Geld zugleich dienen? Die Frage der Vereinbarkeit von beidem ist das Thema von Markus Vogt. Das notwendige Orientierungswissen für eine gerechte und lebensdienliche Ökonomie ist nicht schon in der Bibel oder im Traditionsgut der Katholischen Soziallehre oder der Evangelischen Sozialethik vorhanden, jedenfalls nicht in hinreichend differenzierter Form. Es muss vielmehr von den Christen in immer neuen ökonomischen, sozialen, ökologischen und politischen Abwägungsprozessen erschlossen werden. Nur eine lernende Kirche kann die Zeichen der Zeit erkennen und im Alltag des Wirtschaftens Gott und Geld jeweils eine verantwortete Bedeutung zumessen. Im Bereich der globalen Wirtschaft ist ein radikaler Lernprozess nötig: Weder Kirche noch Gesellschaft haben hinreichende Antworten auf die Globalisierung der sozialen Frage, den weltweiten "Ausverkauf" der Natur und die strukturellen Herausforderungen für einen gerechten und offenen Arbeitsmarkt. Die Beantwortung der Herausforderungen kann nicht allein auf der wirtschaftlichen Ebene bewältigt werden, sondern fordert Querschnittsdenken und eine neue Verbindung von politischer, wirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Verantwortung.
II.
Das
Jahresprogramm 2005 der KLB Landkreis Dachau umfasst u.a. Bildungsmaßnahmen,
Gottesdienste, Ausflüge, Aktionen jeweils mit geschichtlichen, kulturellen,
gesellschaftlichen und geselligen Zielen. So werden in den Arnbacher Gesprächen
immer aktuelle Themen aufgegriffen. Im Bußgottesdienst in der Basilika
auf dem Petersberg sprechen wir meist einen größeren Personenkreis aus der Umgebung
an. Das Oasen-Wochenende in Sankt Ottilien führt das Thema Versöhnung
aus den letztjährigen Arnbacher Gesprächen fort. Beim Emmausgang und
bei der Adventlichen Stunde wird der Kontakt zu den örtlichen Pfarrgemeinden
geknüpft. So lernen wir auch den Heimatlandkreis intensiv kennen. Dazu gehört
auch das Internetangebot "Kirchen und Kapellen im Landkreis Dachau" das unser
Mitglied Johann Schertl erstellt hat und pflegt. Einer zunehmenden Mode folgend
werden wir heuer auch ein Stück entlang des oberbayerischen Jakobsweges
wandern. Nach wie vor engagieren sich die Mitglieder für die Regionalvermarktung
- Unser Land/Dachauer Land.
Seit Oktober
2004 gibt es einen neugewählten Vorstand. Seine Zusammensetzung steht
für Kontinuität.