Archiv Emmausgänge
früherer Jahre
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Emmausgang
2004
von Hebertshausen nach Ampermoching
am 12. April 2004
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Weg-Gottesdienst zu
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Thema:
Begrüßung
Hinführende
Gedanken
Kirchenführung
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Einführung
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Seine Geburt, Kindheit und Jugend (Lk 1,66b: Was wird wohl aus diesem Kinde werden? Denn es war deutlich, dass die Hand des Herrn mit ihm war.) L1: Im Jahre 1417 kommt Klaus auf dem Flüeli als Bergbauernbub zur Welt. Für den jungen Klaus beginnt früh der Ernst des Lebens. Es gibt keine Schule. An der Seite des Vaters lernt er, was ein Bergbauer wissen und können muss. Mit 14 Jahren geht er mit zur Landgemeinde. Er engagiert sich für die Sorgen und Probleme im Dorf. Beim Volk gewinnt Klaus durch seine offene, geradlinige und ehrliche Art immer mehr an Aufmerksamkeit und Ansehen. Bruder Klaus vertraut viel später seinem Beichtvater Außergewöhnliches schon aus seiner frühen Kindheit an, geheimnisvolle Erlebnisse vor seiner Geburt und besonders bei seiner Taufe. Von klein auf horcht Klaus nach innen. |
![]() Die Teilnehmer am Emmausgang im Vordergrund auf dem Altar die Figuren der Heiligen Klaus und Dorothee |
L2:
Denken wir an unsere eigene Kindheit und Jugend, an unsere Eltern, die uns das
Leben geschenkt und mit viel Liebe und Kraft ermöglicht haben ..........
Denken wir auch an die Menschen, die uns Wege des Glaubens gezeigt haben und
unsere Begleiter waren - in der Schule, in der Ausbildung, im Glauben.
Wir wollen auch an Orte denken, wo wir uns tief geborgen fühlen durften, an
denen wir spürten, dass wir im Tiefsten von Gott getragen sind ..........
Statio 1:
Ratsherr, Ehemann, Vater
Röm 14,17f: "Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, es ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Wer Christus so dient, wird von Gott anerkannt und ist bei den Menschen geachtet."
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Hinführende
Gedanken: Unser Alltag ist geprägt von Hektik und Geschäftigkeit. Wir kommen oft nicht zur Ruhe, wir werden getrieben vom "immer-weiter-so" und immer-mehr-haben-wollen". Wir beklagen unseren Alltag, die Ruhelosigkeit unseres Lebens und fragen nach dem Sinn. Die großen Propheten der Bibel, auch Jesus, erfahren ihre Orientierung in den Entscheidungsfragen des Lebens durch Hören. Was willst du Herr, daß ich tue? |
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Wir haben weitgehend aufgehört auf die innere Stimme zu hören, zu horchen auf Gott. Wir sagen Gott hundertmal, was er zu tun hat, was er machen soll, aber wir hören nicht, was er uns sagen will, was er von mir in meiner Situation will.
Nach innen können wir nur hören, wenn wir zur Ruhe kommen, unser Alltagsdenken und planen unterbrechen, uns auf Gott hin ausrichten und still werden.
Lied: "Komm herein und nimm dir Zeit für dich'
Um zur Ruhe zu kommen, still werden zu können, brauchen wir Zeit. Zeit dürfen wir als ein Geschenk Gottes wahrnehmen, Gottes Zeit mit uns Menschen.
Darin kann sie uns Zeit zum Leben sein, Zeit zum Lachen und zum Lieben, zum Danken, zum Versöhnen, Zeit für andere und für Gott.
Leben
heißt:
die Zeit zu haben, die Zeit vergessen zu können
die Zeit zu haben, zu sehen und zu verstehen,
die Zeit zu haben, zu hören und zu erfühlen,
die Zeit zu haben, zu lachen und zu lieben,
die Zeit zu haben, einfach zu sein.
"Komm herein und nimm dir Zeit für dich" - so haben wir vorhin im Lied gehört -
Heute nachmittag wollen wir uns Zeit nehmen, Zeit für uns. Dabei begleiten uns zwei, die sich Zeit nahmen zum Innehatten, zum Hören, zum Hinhören auf, das, was Gott ihnen sagen wollte, Bruder Klaus und seine Frau Dorothee.
L
3: Mit rund fünfunddreißig Jahren heiratet Nikolaus von Flüe das Mädchen
Dorothee Wyss und baut ein stattliches Haus für seine Familie. In 18 Ehejahren
kommen fünf Mädchen und fünf Knaben zur Weit. Als angesehener Bauer wird er
zum Vertrauensmann und Kirchgenossen von Sachseln gewählt er wird Ratsherr und
Schiedsmann.
Die Last solcher Verantwortung trägt er in der Kraft seines Glaubens, Sein ältester
Sohn bezeugt, dass der Vater jede Nacht aufgestanden sei, um in der Wohnstube
zu beten.
L
4: Denken wir an unser eigenes Erwachsensein,
an die Begegnung mit dem Lebenspartner,
an den beruflichen Werdegang...
an die Familie und an die Kinder .....
Statio 2:
Der große Aufbruch
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Mt 19,29:
L 5: Niklaus muss erfahren, dass auch Richter und Ratsherren bestechlich sind. Daraufhin zieht er sich aus den politischen Ämtern zurück und gerät in eine tiefe innere Krise. Immer mehr sucht er die Einsamkeit und fastet. Er ringt um seinen Weg. Auf der einen Seite ist er an seine Familie gebunden, auf der anderen Seite wächst in ihm der Drang, auf alle irdischen Güter zu verzichten. Nach zwei Jahren schenkt ihm Dorothea das befreiende Ja zu einem Schritt in eine ungewisse Zukunft. Am 16. Oktober 1467 verlässt Niklaus Haus, Hof und Familie. Durch verschiedene Zeichen wird er in die Ranft geführt, in eine Schlucht in unmittelbarer Nähe zu seinem Heimathof. L6: Was erwartet
Gott von uns -von mir? |
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Statio 3:
Leben
und Sterben im Ranft
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Mt5,9:. Selig,die Frieden stiften,denn sie werden Kinder Gottes genannt werden" L 7: Der Einsiedler im Ranft kommt ohne Essen und Trinken aus, weil er - wie er selbst bezeugt - sich allein von Christus, dem Brot des Lebens, nährt in der Mitfeier und im Empfang der Eucharistie. Von Mittag ab ist er zugänglich für die Sorgen seiner Landsleute, für religiöse Sucher von nah und fern, für Ratsherren und Gesandte mit schwierigen Problemen. Sorgen bereiten ihm auch seine ehrgeizigen Söhne. Alles Menschliche ist ihm vertraut. im 70. Lebensjahr erkrankt Bruder Klaus schwer und stirbt am 21. März 1487 in seiner Klause in der Ranft. |
L
8: Können wir zuhören? Sind er offen für unsere Mitmenschen? kann ich in meinen
Umfeld Friedensstifter sein? Wie kann ich zum Frieden in der Weit beitragen?
Statio 4: im Pfarrheim Ampermoching
Gedanken:
Wie geht es mir jetzt, nachdem ich die Lebensgeschichte des Nikolaus von der
Flüe gehört habe?
Messfeier mit Pfarrer Mayer
Fürbitten:
Lied zur Gabenbereitung: Nimm o Herr die Gaben die wir bringen
Sanktus: Jubilate deo (getanzt)
Friedensgruß: Herr, gib uns deinen Frieden
Meditation|
Komm
herein und nimm dir Zeit für dich Lass
es los, was dir dir Ruhe nimmt Hör
dir zu und suche deinen Ton Geh
in dich und setz die Liebe frei
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Segen: Gott, dein guter Segen
Schlußtanz: Der mich atmen läßt, bist du lebendiger Gott
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